Camera Acting

Conservatoire National d'Art Dramatique in Montpellier

Camera Acting

2 x 7 séquences du 7ème Art

Übung in Film-Acting
Conservatoire National d’Art Dramatique in Montpellier

Zwischen 1992 und 2012 arbeitete Rudolph Straub als Gast-Dozent am Conservatoire Nationale d’Art Dramatique in Montpellier, Frankreich.

Für die letzten Jahre seiner Lehrtätigkeit legte er dabei seinen Fokus auf das sogenannte ‚Camera-Acting‘, weil das Spiel vor der Kamera für junge SchauspielerInnen ebenso wichtig geworden war wie ihre Bühnen-Fertigkeit.

7 Übungen, volle Länge 1’36’22‘

7 Übungen, volle Länge 1’26’21‘

Der Ritus von Ingmar Bergman

Übung in Film-Acting
Conservatoire National d’Art Dramatique in Montpellier

Zwischen 1992 und 2012 arbeitete Rudolph Straub als Gast-Dozent am Conservatoire Nationale d’Art Dramatique in Montpellier, Frankreich.

Für die letzten Jahre seiner Lehrtätigkeit legte er dabei seinen Fokus auf das sogenannte ‚Camera-Acting‘, weil das Spiel vor der Kamera für junge SchauspielerInnen ebenso wichtig geworden war wie ihre Bühnen-Fertigkeit.

„Le Rite“ qu’Ingmar Bergman mis en scène pour la télévison Suédoise lors de l’année 1969 est un film bien plus intéressant que d’autres le laissent entendre. Supprimant toute forme d’intrigue traditionnelle, organisant un faux polar, mais véritable drame psychologique névrosé, le cinéaste propose une vision personnelle et cruelle de la société du spectacle, ici littéralement détraquée aux furieux excès de violence parfois incompréhensibles, toujours passionnants.

Bergman propose un traitement anti-conventionnel d’une sorte de ménage à trois, aux relations ambigües et nauséabondes, mêlant amour fou, pulsions sexuelles incontrôlables ou encore thématiques de tourment, de soumission et d’humiliation.

Le Rite, volle Länge 14:00′

Bus 31

2012 hatte Alexandra Prusa die Idee für einen Beitrag zur damaligen Rassismus-Diskussion: Passagiere der Zürcher Buslinie 31 vor Kamera und Mikrofon zu bitten, diesen Satz in ihrer jeweiligen Muttersprache zu sagen: ICH BIN KEIN RASSIST.
Der von ihr und Rudolph Straub produzierte Film BUS 31 wurde im Zürcher Landesmuseum im Rahmen der Ausstellung «niEMAND WAr SCHon IMMEr da» vor 600 Personen erstmals gezeigt.

Bus 31, Trailer 3:45′

Bus 31, Film 14:16′

Dogville von Lars von Trier

Übung in Camera-Acting
Conservatoire National d’Art Dramatique in Montpellier

Zwischen 1992 und 2012 arbeitete Rudolph Straub als Gast-Dozent am Conservatoire Nationale d’Art Dramatique in Montpellier, Frankreich.

Für die letzten Jahre seiner Lehrtätigkeit legte er dabei seinen Fokus auf das sogenannte ‚Camera-Acting‘, weil das Spiel vor der Kamera für junge SchauspielerInnen ebenso wichtig geworden war wie ihre Bühnen-Fertigkeit.

Hier Teile eines re-enactings von Lars von Triers ‚Dogville‘ durch Diplom-Studenten :

Dogville, ein abgelegenes Dorf in den Rocky Mountains, zur Zeit der Großen Depression. Der Hobbyschriftsteller Tom Edison, einer der Einwohner, will einen Vortrag zur Stärkung der Moral halten. Doch ihm fehlt noch die passende Illustration für seine These.

Da taucht eine junge Frau im Dorf auf und Tom versteckt sie. Es ist Grace, die , wie sie sagt, von Gangstern verfolgt wird. Doch die Bewohner Dogvilles entdecken sie – und sind gegen ihr Verbleiben. Aber nach zwei harten Test-Wochen gewinnt sie das Wohlwollen der heuchlerischen Gemeinschaft und darf bleiben. Auch ein kleines Einkommen wird ihr zugestanden. Am Nationalfeiertag gesteht Tom Grace seine Liebe.

Da taucht die Polizei mit einem Fahndungsplakat auf – für die Ergreifung von Grace wird eine Belohnung ausgeschrieben. Die Einwohner von Dogville halten sie zwar für unschuldig, doch da die Beherbergung einer polizeilich Gesuchten riskant sei, überredet Tom Grace dazu, als Gegenleistung einfach mehr zu arbeiten. Die Stimmung in Dogville kippt allmählich gegen Grace, die wegen der höheren Belastungen Fehler bei der Arbeit macht. Die Männer werden zudringlich, die Frauen aggressiv. Schließlich wird Grace von Chuck, einem vermeintlich treuen Familienvater, vergewaltigt.

Mit Toms Hilfe schmiedet Grace einen Fluchtplan. Dieser wird entdeckt – und um eine Flucht zu verhindern, wird Gracen nun angekettet. Sie wird zur Sklavin, muss weiterhin arbeiten und wird von den Männern regelmäßig sexuell missbraucht. Tom versichert Grace seine Abkehr von Dogville, aber sie führt ihm die Verlogenheit seiner Motive vor Augen. Daraufhin ruft er die Gangster an.

Als diese kommen, stellt sich heraus, dass Grace die Tochter des Bandenchefs ist. Sie bittet zunächst ihren Vater um Gnade für die Bewohner Dogvilles, doch er wirft ihr Arroganz vor, weil sie verschiedene moralische Masstäbe geltend mache. Im Mondlicht sieht Grace nun die Menschen plötzlich wie entblößt. Sie gibt die Anweisung, alle zu töten. Dogville wird ausgelöscht und niedergebrannt. Als letzter bleibt Tom übrig, den Grace eigenhändig erschießt.

Dogville, volle Länge 10:17′

30/06

Fiction écrite et réalisée par Rudolph Straub
Durée 18′ (Sous-titrée en Anglais)
Avec Alexandra Prusa, Ernst Buchmüller, Manolo Bez, Jacques Bervillé
Caméra et montage: Mark Blezinger
Production: Béla Compagnie/Celest Production, 2004

Ce film a remporté l’Ours d’Argent au Festival d’Ebensee en Autriche 2005. Il a été présenté dans de nombreux festivals de court-métrages internationaux par Unifrance, Paris.

30/06, volle Länge 18′

Schneewittchen / Blanche Neige von Robert Walser

Bearbeitet und inszeniert von Rudolph Staub.
Musik: Giovanna Marini.
Erstaufführung Zürcher Theater Spektakel 1999.

Kenner haben um die Schönheit dieses Werks immer gewusst. Auch um seine Komplexität. Walter Benjamin bezeichnete Robert Walsers Dramolett «Schneewittchen» als «eines der tief­sinnigsten Gebilde der neueren Dichtung». Der Zürcher Regisseur Rudolph Straub, ein erklärter Walser-Anhänger, hat sich mehrfach mit dem Text beschäftigt. Er sieht in diesen Szenen, die mit dem Aufwachen Schneewittchens aus seiner Totenstarre anfangen, ein «akutes Adoleszenzdrama». Ein latenter Seelenzustand werde darin abgebildet – die Unentschiedenheit der Frage gegenüber, ob man aktiv sein wolle in dieser Welt oder nicht. Für sein diesjähriges Theater-Spektakel-Projekt «SCHNEEWITTCHEN» erfindet Straub eine Ausgangslage, die deutlich macht, dass man es nicht mit einem abge­hobenen Märchengeschehen zu tun hat. Seine Aufführung spielt zunächst in einem Sanatorium, wo eine junge Frau krank im Bett liegt. Dann verwandelt sich die Szenerie, und Walsers Märchenpersonal taucht auf. 

Musik von Giovanna Marini begleitet die Inszenierung. Bereits 1995 konnte man am Theater Spektakel eine Walser-Arbeit des heute 47-jährigen Straub sehen, näm­lich die poetische Biografie «Ich bin der Liebling mei­ner selbst». 

Straub wirkt auch als Drehbuchau­tor so wie als Filmregisseur und ist seit fünf Jahren Gastdozent an der Filmklasse der Zürcher Hochschule für Kunst und Gestaltung. 

Schneewitchen/Blanche Neige, Ausschnitt 48′

Schneewitchen/Blanche Neige, ganze Länge 1:38:54′

1985 hat er mit der Schauspielerin Alex­andra Prusa, seiner Lebenspartnerin, die Zür­cher Theatergruppe yoyo­ production gegründet. «Schneewittchen» ist das Jüngste von ungefähr 25 Projekten, welche diese freie Pro­duktionsstätte seither realisiert hat. (bsr.) 

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